Die Entstehung und Bedeutung der Stadt im Mittelalter – Die Klasse 7d des Comenius-Gymnasiums ließ es sich trotz niedriger Temperaturen und dichtem Nebel nicht nehmen, sich mit diesem Lehrplaninhalt ganz praxisnah zu beschäftigen. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften Nicole Dressler und Bernd Schiller besuchten sie Regensburg, um zu erfahren, worin die große Bedeutung dieser Stadt im Mittelalter lag. Zunächst trafen sich die Schülerinnen und Schüler mit Stadtführer Ole Bosse im Ortsteil Stadtamhof und sie erfuhren, dass dieser Stadtteil im Mittelalter kein Teil der Stadt Regensburg war, sondern unter der Herrschaft des bayerischen Herzogs war. Gemeinsam wanderte man über die steinerne Brücke. Dabei erzählte Ole Bosse, dass die Brücke, damals einzigartig, in nur elf Jahren ab dem Jahr 1135 gebaut wurde. Weit und breit war sie die einzige Überquerung der Donau und Ausdruck der Bedeutung und des Reichtums der Stadt. Sie ruht auf 15 mächtigen Pfeilern und verbindet mit einer Länge von 330 Metern die künftige freie Reichsstadt Regensburg und - das künftig bayrische Stadtamhof auf der gegenüberliegenden Donauseite. Dabei erfuhren die Siebtklässler auch die Legende vom Brückenbauer, der sich mit dem Dombaumeister einen Wettkampf lieferte… Nächste Station der Stadtführung war der Regensburger Dom. Auch hier wusste Ole Bosse viel Wissenswertes über die Entstehung und die Besonderheiten zu berichten. Anschließend ging es eher um das Leben der Reichen und das Leben der einfachen Leute in der Stadt Regensburg. Die Schülerinnen und Schüler erlebten in den engen Gassen, wie es wohl gewesen sein mochte, als man dort knietief im Dreck stand und als kleiner Händler seine Waren anbieten musste. Dass die zahlreichen Regensburger Stadttürme der reichen Patrizierhäuser nicht aus rationellen Gründen entstanden, sondern nur der Demonstration von Reichtum und Macht dienten. Nach der Stadtführung nahmen die Comenianer das Innere des Doms genauer unter die Lupe und sahen sich die Steinerne Brücke auch einmal von unten an, um die mächtigen Steinpfeiler auch einmal aus der Nähe sehen zu können. Das Ganze dokumentierten die Schülerinnen und Schüler mit einer Vielzahl an Fotos, die jetzt im Unterricht helfen werden, das Wissen zu Regensburg im Mittelalter zu visualisieren.
Die Klasse 7d und Stadtführer Ole Bosse auf der steinernen Brücke in Regensburg.