Q 12 - Fahrt nach London

Auch in diesem Schuljahr fanden sich wieder verschiedene Gruppen der Q 12 am Comenius-Gymnasium zur Studienfahrt zusammen. Neben einer Wien- und Barcelona-Reisegruppe, bestieg um kurz vor 20.00 Uhr eine vierzigköpfige Truppe den Bus, um 18 Stunden und drei Busfahrer später in der englischen Hauptstadt London die nächsten vier Tage zu verleben.
Nach einer ruhigen und angenehmen Fahrt bis Calais und einer etwas beschwingteren Überfahrt nach Dover, bei der so manches Näschen an Farbe verlor, ertönte endlich das Zeichen: „AUSSTEIG‘N!“ Schnell noch die Koffer in den dritten oder vierten Stock geschleppt, kurz in den nicht vorhandenen Bart geflucht, ob der steilen Treppen im Hotel, die erhitzten Bäckchen gepudert und das Badezimmer, nun eher Badezimmerchen, begutachtet und schon waren die Jungen und Mädchen bereit. Das Programm in London war vielfältig und bunt gemischt.
Neben den Klassikern wie Madame Tussaud’s, die so manchen weiblichen – und ja, auch männlichen – Teilnehmern das Fürchten lehrte, und einer genialischen dreistündigen Stadtrundfahrt, die uns bis in die Docklands führte, erkundeten die Schülerinnen und Schüler eigenständig den Tower und das Globe Theatre. Die freien Nachmittage nutzten die Kollegiaten nicht nur zum Powershoppen oder Zurechtfinden auf der Tube-Karte, sondern so manches Pärchen genoss den Blick über London bei herrlichem Sonnenuntergang im London Eye. Wie übrigens das Wetter mehr als freundlich zu uns war. Lediglich die Tower Tour fiel im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Das passte aber auch zu der teilweise makabren Geschichte einzelner Türme und Gebäude. Zumindest die Raben waren gut aufgelegt …
Ein letzter Höhepunkt war das gemeinsame Abendessen im Hard Rock Café gleich hinterm Buckingham Palace. Viel zu schnell vergingen die vier Tage und ehe wir uns versahen schallte es durch den Bus: „Alle Mann auf den Bus aufgestiegen“. Müde aber glücklich über die gesunde Rückkehr erwarteten uns die Mamis und Papis in Deggendorf. Vielleicht wunderten sie sich über blaugefärbte Oberarme, weil ihre Söhne in alles schauen mussten, was sich ihnen darbot. Das Rätsel der verlorenen Rippe hingegen blieb bis heute ungelöst. Rule Britannia!
Christian Knödl

Die Londonfahrer waren begeistert von der englischen Hauptstadt.