In vier Doppelstunden, verteilt auf etwa ein halbes Schuljahr, wird jede fünfte Klasse des Comenius - Gymnasiums daran arbeiten, ihre Klassengemeinschaft weiter zu verbessern. Beim ersten Modul gehen die Kinder der Frage nach, was sie stark macht. Dabei spielen die Themen „Was ich kann“, „Wofür ich gelobt werde“ und „Wofür ich Verantwortung habe bzw. bekomme“ eine Rolle. Als Modell dient ein dreibeiniger Hocker, der nur steht, wenn alle drei Beine vorhanden und ausgebildet sind. Das zweite Modul befasst sich damit, wie eine Klassengemeinschaft gestärkt werden kann. Es wird deutlich gemacht werden, dass jeder einzelne Schüler die Atmosphäre in der Klasse beeinflussen kann, je nachdem, ob er „Fertigmacher“ oder „Aufbauer“ im Verhalten und in seinen Äußerungen verwendet. Gemeinsam geht es dann auf die Suche nach Aufbauern, die allen ein gutes Gefühl geben. Das dritte Modul handelt davon, welche Verhaltensweisen eine Klassengemeinschaft nachhaltig stören oder zerstören können. In Rollenspielen spüren die Schülerinnen typische Ausgrenzungs-Situationen auf und suchen positive Lösungen. Diese werden den Mitschülern vorgespielt und anschließend besprochen. Das vierte Modul wird schließlich als Schwerpunkt haben, wie es jemandem geht, der von einem oder zwei Mitschülern häufig geärgert wird, und was die Gesamtklasse dagegen unternehmen kann. Denn es soll sich jedes Kind in seiner Klasse wohlfühlen können. Die vier Module sind von Comenius - Lehrern entwickelt worden. Wichtig war ihnen dabei, dass die Gemeinschaftsbildung mittels einer ganzen Reihe von gruppendynamischen Spielen unterstützt wird. Damit Mädchen und Jungen gleichermaßen angesprochen werden, gibt es Team – Teaching, wann immer möglich durch eine Lehrerin und einen Lehrer. Damit auch die Eltern einbezogen werden, gibt es für sie „Hausaufgaben“ bzw. die Schülerinnen und Schüler werden explizit dazu aufgefordert, ihnen von den Inhalten der Module zu erzählen.
Die Klasse 5d beim ersten Modul des ProWIR-Projektes.